Glossar
Name des Begriffes: Lärchenharz

Lärchenharz

Kurzfassung:
Lärchenharz ist äusserst vielseitig einsetzbar, medizinisch interessant sind vor allem seine desinfizierende und durchblutungsfördernde Wirkung.

Botanisches:
-Lateinischer Name: Resina laricis
-Stammpflanze: Die Lärche (Larix decidua)
-Verbreitung: Alpenraum, einzelne grössere Bestände in den Karpaten

Als Lärchenharz bezeichnet man das wild gesammelte und nur durch Filtrieren gereinigte Harz de Lärche. Im Gegensatz zu andern Harzarten wird Lärchenharz nicht durch grossflächiges Verletzen der Rinde gefördert, sondern in einer einzelnen, zentralen Bohrung. Dadurch sinkt das Infektionsrisiko für den Baum massiv.

Medizinisches:
Lärchenharz kann vielseitig verwendet werden, in der Galenik z.B. um die Festigkeit einer Salbe zu erhöhen, oder um einen angenehmen Duft zu erhalten. Medizinisch kann das ätherische Öl des Harzes zur Inhalation genutzt werden bei Infektionen der oberen Atemwege, lokal aufgetragen wirkt es desinfizierend und regt die Durchblutung an.

Lange wurde Lärchenharz von Bauern benutzt um eitrige Infekte bei Nutztieren, speziell im Bereich der Klauen und Hufe. Dementsprechend findet es sich auch oft in den Vorgängern zu unsern heutigen Zugsalben, den sogenannten «Emplastra», unter denen man sich eine Art Pflaster vorstellen kann, das kontinuierlich Wirkstoffe abgibt.

Quellen:
 

Lehrbuch Phytotherapie
Volker Fintelmann
Verlag: Haug

Teedrogen und Phytopharmaka
Max Wichtl et al
Verlag: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart

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